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Lars Ackermann: „Du musst Entscheidungen treffen, um einem Unternehmen Struktur und moderne Prozesse zu geben. Ohne Struktur verliert eine Organisation ihre Form.“

– Unternehmen und Kultur

Ackermann: „Rational entscheiden, Feedback aushalten“

Teil 1 von 3

Vor 25 Jahren wurde IKOR in einer Garage in Münster gegründet. Zum 25-jährigen Jubiläum hat die WhatWeThink-Redaktion mit dem Geschäftsführer Lars Ackermann, der das Unternehmen seit fast 20 Jahren begleitet, über Meilensteine, Erfolge, Fails und seine persönlichen Geburtstagswünsche gesprochen. Im ersten Teil schildert Ackermann seine Sicht auf IKORs Wachstum.

„Unsere Erfolge und Misserfolge haben uns dahin gebracht, wo wir sind“, haben du und dein Co-Geschäftsführer Sven Geilich auf dem Sommerfest 2022 gesagt. Was ist aus dem 25-Jahre-Jubilar IKOR, einer echten Münsteraner Garagengründung, geworden?

Lars Ackermann: Das siehste ja (lacht). Im Ernst: Mit einer Bewertung tue ich mich schwer. Frag besser die Kolleg:innen an der Basis. Oder frag die Kundinnen und Partner. IKOR wurde vor 25 Jahren tatsächlich in einer Garage von einer Handvoll Selbstständigen gegründet. Der Tech-Fokus hat IKOR so erfolgreich gemacht; und meist gelingt uns das bis heute. Allerdings sind wir jetzt nicht mehr eine Handvoll Leute, sondern viele.

Heute arbeiten mehr als 300 Menschen an acht Standorten in Deutschland, Österreich, Serbien, Polen und Großbritannien für IKOR …

Ackermann: Die größte Veränderung, die wir auf dem Weg dorthin erfahren haben, zeigt sich anhand der Zahlen und der Internationalisierung. Die Professionalität und der Qualitätsanspruch aus den Gründertagen sind allerdings geblieben: Ich kenne in dieser Branche keine Firma, in der die Dichte von „feinen“ Persönlichkeiten und Expert:innen auf ihren jeweiligen Gebieten derart hoch ist. Das ist toll. Das ist alles andere als selbstverständlich und: Das wird von den Kund:innen gesehen. Leider sehen wir das manchmal selbst nicht.

Wie steht es mit Wachstumsschmerzen, die aufstrebende Unternehmen in der Regel durchlaufen?

Ackermann: Als ich bei IKOR angefangen habe, war ich Mitarbeiter Nummer 37. In einem größeren „Laden“, wie IKOR mittlerweile einer ist, nimmt die Bedeutung von konsequenten Entscheidungen zu: Als Geschäftsführung musst du dann vor allem rational entscheiden und negatives Feedback aushalten können. Kritik wird ab einer gewissen Größe, etwa bei wachstumsbedingten Veränderungen, allerdings leider nicht mehr intern eins zu eins ausgesprochen. Trotzdem musst du Entscheidungen treffen, um dem Unternehmen Struktur und moderne Prozesse zu geben.

Obwohl IKOR als Matrixorganisation flache Hierarchien aufgebaut hat?

Ackermann: Richtig. Ohne Struktur verliert eine Organisation zwangsläufig ihre Form. Eine Organisation ist daher immer gefordert, ihre eigenen Prozesse zu überprüfen. Beim Umbau etwa in eine Matrix-Organisation – rollenbasiert und mit flachen Hierarchien –, in die wir IKOR vor rund fünf Jahren überführt haben, musst du bis zur vollständigen Umsetzung am Ball bleiben. Ich bin sehr stolz darauf, dass die Kolleg:innen das geschafft und uns Geschäftsführern das dafür erforderliche Vertrauen entgegengebracht haben.

Zur Fortsetzung – Teile 2 & 3

25 Jahre IKOR: „Wer demütig ist, erhält wertvolle Feedbacks“ - Teil 2/3

IKOR-Chef: „An seinen Aufgaben wächst man am stärksten“ - Teil 3/3

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