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Lars Ackermann: „Du arbeitest nur in der Realität, wenn du den Konjunktiv – ,man müsste mal‘ – vollständig aus deinem Sprachschatz streichst“

– Unternehmen und Kultur

IKOR-Chef: „An seinen Aufgaben wächst man am stärksten“

Teil 3 von 3

Die europäische Technologieberatung, vor 25 Jahren gestartet in einer Garage in Münster, feiert ihr Jubiläum. Im dritten Teil der Interview-Reihe – über IKORs Wachstum, Identität und Alleinstellungsmerkmale – geht Geschäftsführer und langjähriger Mitarbeiter Lars Ackermann auf Erfolge und Misserfolge sowie auf Learnings und Glaubenssätze ein. Und er verrät, was er IKOR zum Geburtstag wünscht.

„Unsere Erfolge und Misserfolge haben uns dahin gebracht, wo wir sind“, hast du kürzlich auf dem IKOR-Sommerfest gesagt. Über Alleinstellungsmerkmale und Erfolge haben wir schon in den vorausgegangenen Teilen gesprochen. Was war dein größter Management-Fail?

Lars Ackermann: Fehler habe ich genug gemacht und bin dann immer in der Lebensrealität wieder aufgewacht – etwa, als ich in einem schwierigen Verhandlungsprozess ein für IKOR kritisches Projekt „abmanagen“ musste. Zeitgleich – bis dahin war ich Berater – verantwortete ich ein Großprojekt. Der Wechsel in die IKOR-Geschäftsführung war eine große Herausforderung. Heute weiß ich, dass die damalige Projektentscheidung den Grundstein für IKORs Erfolg gelegt hat, denn an solchen Aufgaben wächst man am stärksten. Die Herausforderung haben wir in der Geschäftsführung gemeistert. Das hat mir auch gezeigt, welche Verpflichtungen es mit sich bringt, Schaden von einer Firma abzuwenden. Als Geschäftsführer kannst du auf niemanden böse sein, einzig auf dich selbst.

Was hast du daraus gelernt?

Ackermann: Ich habe gelernt, dass du nur in der Realität arbeitest, wenn du den Konjunktiv – „man müsste mal“ – vollständig aus deinem Sprachschatz streichst. Wenn du den Grundstein für Erfolg legen willst, musst du dir Wünsche, Glaube und Konjunktiv sparen. Außerdem habe ich gelernt, dass es immer um Menschen geht. Erfolgreiche Kulturen – das ist und bleibt ein universelles Dauerthema – müssen Menschen mit der richtigen Attitüde, Expertise, Wissbegier und Lernbereitschaft finden und sie für sich begeistern; verbunden mit bedingungsloser Kundenorientierung kann dann Großes gelingen.

Wie lautet dein Credo?

Ackermann: Man muss kein Arschloch werden, nur weil das andere Menschen vielleicht sind. Meine Integrität werde ich nie aufgeben. Handschlag und gesprochenes Wort sind für mich bindende Elemente. Für mich ist es außerdem wichtig, mutig zu sein und Dinge anders zu machen. Um es mit Steve Jobs zu sagen: „Stay hungry, stay foolish.“ Am Anfang war das zwar nur eine Hypothese. Das Wachstum bzw. die Entwicklung von IKOR hat diese aus meiner Sicht aber inzwischen bewiesen.

Welches ist dein Geburtstagswunsch zum 25-Jährigen von IKOR?

Ackermann: Ich wünsche IKOR, dass die Organisation ihre Kundenorientierung weiter aktiv lebt. Und dass dies weiterhin zentraler Teil der Management-Prozesse und des Unternehmertums von IKOR bleibt. Warum? Weil uns der aktive Dialog mit Kund:innen und Partnern schon immer stark gemacht hat. Die Substanz ist vorhanden. Sie wurde vor 25 Jahren im Fördergeschäft gelegt, ist dort immer noch zentraler Bestandteil und hat sich in die anderen Branchen und Aktivitäten von IKOR ausgebreitet. Ich danke jeder Kollegin, jedem Kollegen, die entsprechend agieren – und jedem Kunden, der uns dafür sein Vertrauen schenkt. Auf dieser Grundlage müssen wir uns um diese Firma keine Sorgen machen. In diesem Sinne: Happy Birthday, IKOR!

Zu den vorherigen Interview-Teilen

Ackermann: „Rational entscheiden und negatives Feedback aushalten“ - Teil 1/3

25 Jahre IKOR: „Wer demütig ist, erhält wertvolle Feedbacks“ - Teil 2/3

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