Glossar

  • Brownfield
    Der Begriff „Brownfield“ kommt aus der Software-Entwicklung. Er beschreibt Probleme, die bei neu entwickelter Software auftreten, welche sich in ein bestehendes Software- und Architekturkonzept eingliedern müssen. Der Brownfield-Ansatz beinhaltet das Upgrade eines bestehenden Netzwerks und die weitere Nutzung einiger Legacy-Komponenten. Er ähnelt einem traditionellen Upgrade, da er eine Software-Aktualisierung, eine Datentransformation und eine Anpassung der Geschäftsprozesse beinhaltet. Im Gegensatz zur vollständigen Neuentwicklung („Greenfield“) muss sich die Weiterentwicklung strukturellen Rahmenbedingungen beugen.
  • Debitoren-Nebenbuch (Kontokorrentbuchhaltung)
    Die Debitoren (Kund:innen) und Kreditoren (Lieferanten) bilden das Kontokorrentbuch. Man spricht auch von der Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung (Offene-Posten-Buchhaltung). Im Debitoren-Nebenbuch wird der Kundenstamm erfasst. Dieser beinhaltet neben den Adressaten auch Informationen zu Zahlungsfristen, Bankkonten, Rabatt etc. Die Hauptaufgaben sind: Rechnungen zu erfassen, zu drucken und zu versenden, Zahlungen der Kunden den Rechnungen zuzuweisen, eine Übersicht über die Fälligkeiten offenen Debitoren zu schaffen sowie Mahnwesen und Inkasso. Im Debitoren-Nebenbuch lassen sich gezielte Auswertungen erstellen – zum Beispiel offene Posten per Stichtag, profitabelste Kunden (VIP-Kunden) sowie Zahlungsanalysen. Diese zeigen, welche Kunden pünktlich zahlen und wie die durchschnittliche Zahlungsfrist der Kunden ist.
  • Enterprise Service Bus (ESB)
    Enterprise Service Bus (ESB) sind Software-Produkte, welche Integrationen mit einer „Bus-„ bzw. „Hub-and-Spoke“-Topologie zentralisieren. Sie tragen dazu bei, den Kopplungsgrad von Systemen innerhalb einer Anwendungslandschaft zu vermindern. Doch dies ist aktuell und auch regelmäßig mit hohen Kosten und einem proprietären Single-Point-of-Failure verbunden. ESB greifen als Kernkomponente zukunftsorientierter Systemintegrationen zu kurz Daraus resultiert, dass ESB in vielen Szenarien nicht mehr den heutigen – und vor allem nicht den künftigen – Integrations-Anforderungen entsprechen: Sie erzwingen eine zentrale Infrastruktur und ein Team, welches zentral alle Integrationen mit (häufig) proprietären Mitteln umsetzt. Die Flexibilität – etwa für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle – ist gering. Hier bedarf es der Kooperation von Systemen unterschiedlicher Unternehmen wie von Versicherern, Banken, Vertriebsorganisationen, FinTechs, Vergleichsportalen sowie Kunden- und Marktplattformen. Nur über flexible und offene Integrationsarchitekturen – ohne Vendor-Lock-in – ist hier eine problemlose Kooperation auch auf technischer Ebene realistisch.
  • Greenfield
    In der IT spricht man von einer „Greenfield“-Entwicklung, wenn die Installation einer Soft- oder Hardware komplett neu aufgesetzt und damit quasi „auf der grünen Wiese“ installiert wird. Da die Installation also neu und ohne Altlasten erfolgt, gibt es auch keine Abhängigkeiten oder Kompatibilitätsprobleme von oder mit bestehenden Altsystemen – ganz anders als beim Greenfield-Gegenteil, dem sogenannten „Brownfield“.
  • Hauptbuch (General Ledger)
    Die kaufmännische Buchhaltung besteht aus einem Hauptbuch und mehreren Nebenbüchern. Mit Hauptbuch wird das durch den Kontenplan strukturierte Kontenwerk als Grundlage für die Verbuchung der Geschäftsvorfälle mit Soll- und Haben-Buchungen verstanden. Das Grundbuch oder auch Journal sowie das Hauptbuch gehören zur Hauptbuchhaltung. General Ledger ist damit die Zusammenfassung von Grund- und Hauptbuch. Die Bestandteile des Hauptbuchs sind: Bilanz Erfolgsrechnung Konten (auch Einzelkonten) Kontenblätter Grundbuch/Journal Beim Hauptbuch spricht man von der allgemeinen Finanzbuchhaltung („FiBu“). Im SAP-System werden Nebenbücher direkt im Programm geführt und sind mit dem Hauptbuch verbunden. Der jeweilige Saldo wird automatisch auf das entsprechende Konto im Hauptbuch übertragen.
  • Kernsystem
    Ein Kernsystem bedient die am Markt wichtigen und gesetzlich aktuellen Anforderungen. Zudem unterstützt es die Kernaufgaben und die Basis-Kooperationsaspekte von spezifischen Software-Landschaften. Als Spezialsystem erfüllt es weitere, klassifizierte Anforderungen und Prozesse. Wer ein Kernsystem einführt, muss die Ausbaustufen schrittweise definieren, logische Abhängigkeiten berücksichtigen und eine zeitliche Reihenfolge für die Entwicklung und die spätere Einführung festlegen. Gängige Kernsysteme und dazugehörige Module im Finanz- und Versicherungsumfeld sind: Guidewire: Für ein modernes In- und Exkasso gehören Guidewire-Lösungen („Guidewire InsuranceSuite TM“ mit den Modulen Guidewire ClaimCenter und Guidewire BillingCenter) neben SAP zu den führenden IT-Kernsystemen für Versicherungen. SAP-Standard: Der SAP-Standard ist auf eine offene, flexible und prozessorientierte IT-Landschaft angelegt. Das Modul SAP FS-CD bildet aktuell den Maßstab für ein automatisiertes In- und Exkasso. SAP FS-CD: Für ein modernes In- und Exkasso ist SAP FS-CD eines der führenden IT-Kernsysteme für Versicherungen – neben Guidewire.
  • Kopplungsgrad
    Der Kopplungsgrad (im Sinne von Integrationen) definiert, wie eng die Systeme (und deren Komponenten) in einer Anwendungslandschaft miteinander verwoben sind. Moderne Software-Systeme zielen auf möglichst lose gekoppelte Module ab: Hier sind die Komponenten so miteinander vernetzt, dass sie sich über eine überschaubare Zahl von Schnittstellen mit anderen Modulen austauschen bzw. nur von wenigen Komponenten abhängen. Lose Kopplung sorgt für Flexibilität und verbessert Wartbarkeit Die verschiedenen Komponenten kommunizieren nicht immer und auch nicht zwingend über Systemgrenzen hinaus. Meist sind sie innerhalb eines Software-Systems angesiedelt. Eine lose Kopplung bzw. das Entkoppeln („Decoupling“) sorgt dafür, dass Änderungen eines Bausteins auch nur dann Änderungen in einem anderen Modul erfordern, wenn Änderungen die Schnittstelle betreffen. Eine lose Kopplung beeinflusst die Wartbarkeit einer IT-Architektur durch ihren hohen Flexibilisierungsgrad enorm.
  • Kundenlebenszyklus
    Ziel im Kundenlebenszyklus ist es, Kund:innen vom Vertragsabschluss über die Vertragslaufzeit bis hin zum Vertragsende dauerhaft zu begleiten. Im Gegensatz zu Individual-Software ist der SAP-Standard auf eine offene, flexible und prozessorientierte IT-Landschaft ausgelegt. Guidewire und SAP FS-CD sind die Module, die für den Vertragsabschluss und die Vertragslaufzeit eingesetzt werden.
  • Legacy
    Als „Legacy Systeme“ bezeichnet man in der Regel Altsysteme, welche häufig von den Unternehmen über Jahre und Jahrzehnte selbst entwickelt und weiterentwickelt wurden. In vielen Fällen werden diese noch auf Großrechnern betrieben. Dennoch sind es gerade diese Systeme, welche über viele Jahre das Rückgrat der IT in Unternehmen gebildet haben. Oft sind diese Altsystem-Entwicklungen nicht ausreichend dokumentiert und können nur noch von wenigen Mitarbeitern gewartet werden – Stichwort: Kopfmonopole. Im Regelfall kommen hier auch veraltete Entwicklungs- und Betriebsinfrastrukturen zum Einsatz. Neue Mitarbeiter sind hier kaum noch zu finden. Durch die veralteten Entwicklungsmethoden sind die Systeme zudem über eine – oft jahrzehntelange – Wartung und Weiterentwicklung extrem komplex und unübersichtlich geworden. Ein Schritthalten mit neuen Anforderungen ist so kaum noch möglich.
  • Logical Hub
    Wer seine Integrationsarchitektur entsprechend dem Integrations-Paradigma des „Logical Hub“ aufbaut, kann die Nachteile der „harten“ Hub-and-Spoke-Architektur vermeiden, ohne deren Vorteile aufzugeben. Innerhalb eines „logischen Zentrums“ werden eine Menge einheitlicher, allerdings voneinander unabhängiger Integrations-Adapter organisiert. Als Gesamtheit wirken diese wie ein logischer Enterprise Service Bus (ESB). Anders als bei einem ESB können die einzelnen Integrationsadapter jedoch auf den unterschiedlichsten Umgebungen – als On-Premise-, (Multi-) Cloud- oder auch Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) – verteilt sein. Die Implementierung ist grundsätzlich völlig Technologie-agnostisch. In der Praxis basiert sie jedoch meist auf einem definierten Set unterschiedlicher Open-Source-Technologien – was einen Vendor-Lock-in vermeidet oder zumindest handhabbar macht. Architektonisch lässt sich dieses Set jederzeit ändern und an technologische Weiterentwicklungen anpassen. Dies ist auch stufenweise möglich. Damit weist eine Integrationsarchitektur gemäß dem Logical-Hub-Paradigma eine hochgradige Flexibilität auf.
  • Nebenbuch (Subledger Accounting)
    In den Nebenbüchern werden bestimmte Hauptkonten der Finanzbuchhaltung näher erklärt. Finanz-Experten unterscheiden folgende Nebenbücher: Kreditoren Debitoren Anlage Kassenbuch Wechselbuch
  • Peer-to-Peer Integration (Punkt-zu-Punkt-Integration)
    Durch Punkt-zu-Punkt-Integrationen entstehen direkte Verbindungen zwischen jeweils zwei beteiligten Systemen. Hierdurch entstehen sehr enge Kopplungen mit einer zwangsläufigen Verteilung der Integrationslogik auf ein oder im schlimmsten Fall sogar beide Systeme. Nachteil von Punkt-zu-Punkt-Integration Die typische enge Kopplung und die Implementierung von Integrationslogik in einem oder beiden Systemen führt perspektivisch zu immer größer werdenden Wartungsproblemen. Begründung: Die Anzahl der Verbindungen zwischen den einzelnen Systemen wird maximiert – im Extremfall ist jedes System (manchmal sogar mehrfach) mit allen anderen Systemen direkt verbunden. Zusätzlich muss in einem System auch die Logik des jeweils anderen Systems verwendet werden, damit sich die beiden Systeme „verstehen“. Das hierfür aufgebaute Know-how verteilt sich sukzessive im Unternehmen – Kopfmonopole entstehen. Trotz der mangelhaften Zukunftsfähigkeit dominieren in vielen Anwendungslandschaften immer noch Punkt-zu-Punkt-Integrationen, da diese zunächst die einfachste Lösung („Quick and Dirty“) darstellen.
  • Responsive Design
    Unter Responsive Design versteht man die technische Möglichkeit zum Anpassen von Webseiten-Layouts an das Endgerät des Nutzers. Es ist sinnvoll, Websites mit einem Responsive Design zu versehen, denn: Bildschirmgröße und Auflösung sind von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Verschiedene Endgeräte und Bildschirmgrößen sind beispielsweise: Desktop-Computer-Monitore (Standardgröße 17 bis 27 Zoll) Notebooks (normalerweise 13 bis 17 Zoll) Smartphones (normalerweise unter 5 Zoll) – Hoch- und Querformat Tablet-Computer (normalerweise 7 bis 12 Zoll) – Hoch- und Querformat TV, etwa via Videospielkonsole oder Smart-TV (normalerweise 30 bis 70 Zoll und mehr)
  • System-Integrations-Plattform (System Integration Platform)
    System-Integrations-Plattformen helfen, den Kopplungsgrad von Systemen innerhalb einer Anwendungslandschaft zu verringern. Zwar sind hierfür Integrationsarchitekturen wie ein Enterprise Service Bus (ESB) entwickelt worden; doch moderne Integrationsplattformen gehen weit über die Möglichkeiten von ESB hinaus. Integration braucht einen Ort Da Integrationslogik nicht in den zu integrierenden Systemen liegen sollte (vgl. Peer-to-Peer-Integrationen), braucht Integration einen eigenen Ort. Dieser sollte jedoch nicht zwingend mit einer zentralen technischen Infrastruktur wie bei einem ESB verbunden sein. Stattdessen ist Flexibilität gefragt, welche sich über einen Microservice-orientierten Ansatz erreichen lässt. Auch hier wird die Integrationslogik fokussiert betrachtet und aus den zu integrierenden Systemen herausgehalten. Dies entkoppelt die Systeme und macht – durch die damit gewonnene Flexibilität – neue Entwicklungs-, Betriebs- und nicht zuletzt auch Geschäftsmodelle möglich. Eine weitere Entkopplung entsteht, wenn für jedes System die am besten geeignete Integrationstechnologie – transparent für alle beteiligten Systeme – frei wählbar wird. Neuere Entwicklungen, wie die IKOR-eigene System Integration Platform (SIP), folgen einer Virtual-Hub-Architektur und damit konsequent dem Weg einer maximalen Flexibilität für fachliche und technische Integrationen. Wichtig ist hierbei – über eine rein technische Integration hinaus – der einheitliche Umgang mit Security- und Betriebsaspekten, welche nicht im Fokus von Integration Frameworks stehen. Daher sind solche (Open Source) Frameworks eine wichtige Basis, stellen für sich allein aber noch keine Integrationsplattform dar.
  • Umsysteme
    Umsysteme sind aus Sicht eines (Kern-) Systems die Systeme, mit denen eine Integration benötigt wird oder bereits existiert. Beispiele aus Sicht einer Bestandsverwaltung sind Lösungen für Partner, In- und Exkasso, Input- und Output-Management, Archivierung, Provision wie auch externe Services (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Partnervalidierung, Betrugserkennung, etc.).
  • Usability
    Unter Usability versteht man die Gebrauchs- oder die Nutzungstauglichkeit digitaler Produkte – zum Beispiel von Apps, Websites und Software-Ergonomie sowie Online-Shops. Im Fokus der Usability stehen immer die entsprechenden Zielgruppen und Nutzer:innen. Die Gebrauchstauglichkeit bestimmt als Wert, ob ein Produkt Nutzer:innen dabei unterstützt, dass sie das persönliche Ziel erreichen. Die internationale Norm DIN ISO 9241-11 definiert Usability folgender Weise: „Usability ist das Ausmaß, in dem ein System durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.“ (DIN ISO 9241-11)
  • User Experience (UX)
    User Experience (UX) lässt sich am besten als Nutzungserfahrung oder Nutzungserlebnis ins Deutsche übersetzen. Die UX bezeichnet das Nutzungserlebnis eines bestimmten Produkts. Nutzer:innen sollen sich für ein Produkt begeistern. Die User Experience ist subjektiv und dynamisch; sie bezeichnet sämtliche Verhaltensweisen und Gefühle einer Person. In ihrer ganzheitlichen Betrachtungsweise schließt die UX die Usability mit ein. Die internationale DIN ISO 9241-210 definiert User Experience in folgender Weise: „Wahrnehmungen und Reaktionen einer Person, die aus der tatsächlichen und/oder der erwarteten Benutzung eines Produkts, eines Systems oder einer Dienstleistung resultieren. [...] Dies umfasst alle Emotionen, Vorstellungen, Vorlieben, Wahrnehmungen, physiologischen und psychologischen Reaktionen, Verhaltensweisen und Leistungen, die sich vor, während und nach der Nutzung ergeben.“ (DIN ISO 9241-210)
  • Vendor-Lock-in
    Von einem Vendor-Lock-in spricht man, wenn sich ein Unternehmen über ein Produkt abhängig von dessen Hersteller (Vendor) macht. Neben fachlichen Systemen (Bestandsverwaltung, Schadensystem, In- und Exkasso etc.) kommt dies häufig auch bei Middleware-Produkten vor. Ein Enterprise Service Bus (ESB) ist beispielsweise ein sehr komplexes Produkt, welches ein stark spezialisiertes Team benötigt. Durch eine (d.h. herstellerspezifische) Arbeitsweise und Technologie wird der Wechsel auf ein anderes Produkt dann äußerst schwierig. Einen Ausweg aus dieser meist auch sehr kostenintensiven Falle bieten vielfach Open-Source-basierte Lösungen. Hub-and-Spoke-Architektur Das Integrationsparadigma einer Hub-and-Spoke-Architektur reduziert die Zahl der Verbindungen zwischen den Systemen bzw. Komponenten drastisch auf die der beteiligten Systeme. Vorteile einer Hub-and-Spoke-Architektur Eine Hub-and-Spoke-Architektur setzt die Integrationsparadigmen – „Integration braucht einen Ort“ und „Loose Coupling“ – konsequent um. Auch die sogenannten Bus-Architekturen sind der Hub-and-Spoke-Architektur sehr ähnlich. Nachteile einer Hub-and-Spoke-Architektur Die Nachteile einer Hub-and-Spoke-Architekur bzw. eines ESB liegen in der zentralen, schwergewichtigen und proprietären Infrastruktur. Diese geht mit einem entsprechenden Vendor-Lock-in und einem häufig sehr hohen TCO (Total Cost of Ownership) einher. Die Zentralisierung der Technologie begrenzt zudem die Flexibilität einer Hub-and-Spoke-Architekur massiv.
  • Zahlungsverkehr im Nebenbuch (In- und Exkasso)
    In der Versicherungs- und Finanzbranche hat sich das Kernsystem SAP FS-CD als führendes Nebenbuchhaltungssystem etabliert. Aufgrund vielfältiger Integrationsmöglichkeiten bietet SAP FS-CD einen sehr großen Funktionsumfang sowie eine hohe Flexibilität. SAP FS-CD hat die Aufgabe, Prämien für laufende Policen einzuzahlen sowie Leistungen auszuzahlen. Durch Standard-Schnittstellen lassen sich unterschiedliche Vorsysteme mit Fokus auf Bestand-, Schaden-Leistung, Vermittler:innen, Policendarlehen etc. anbinden. So können spartenübergreifend Aufgaben wie Kontokorrentbuchführung, Zahlungsabwicklung, Geldeingangsverarbeitung, Korrespondenz und Mahnwesen ausgeführt werden. Ebenso lässt sich die Abrechnung über Makler und das Mitversicherungsgeschäft abbilden. Neben SAP FS-CD hat sich das Kernsystem Guidewire InsuranceSuite TM mit den Modulen Guidewire ClaimCenter und Guidewire BillingCenter für Zahlungsverkehrsprozesse von Versicherungsunternehmen etabliert.